Schriftlich erwähnt wird Rommerskirchen im Jahre 1106 als Rumeschirche. Verschiedene Ortschaften der Gemeinde Rommerskirchen weisen in ihrem Kern noch mittelalterliche Züge mit romanischen und gotischen Kirchen auf, wie z. B. die Lambertuskapelle im Ortsteil Ramrath mit einer etwa 1100-jährigen Geschichte und einer Burg.
Rommerskirchen wurde im 15. Jahrhundert mit einem Wall und einem Graben umgeben und erhielt im Jahre 1437 die Marktrechte. Politisch bildete Rommerskirchen einen gleichnamigen Dingstuhl (Sitz eines unteren Gerichts) im Amt Hülchrath im Kurfürstentum Köln. [Mehr auf Wikipedia]

Ortsteile: Anstel, Butzheim, Deelen, Eckum, Evinghoven, Frixheim, Gill, Hoeningen, Ikoven, Nettesheim, Oekoven, Ramrath, Sinsteden, Ueckinghoven, Vanikum, Villau, Widdeshoven.
Die Wichtigsten für meine Familienforschung werden hier näher beschrieben.

St. Peter Rommerskirchen

St. Peter ist die römisch-katholische Pfarrkirche der Gemeinde Rommerskirchen im Rhein-Kreis Neuss. Von der mittelalterlichen Kirche zeugt noch der Turm. Der Kirchenstandort gilt als der älteste im Kreisdekanat Neuss.
Archäologische Grabungen belegen für den heutigen Kirchenstandort einen hölzernen Sakralbau für das 7. Jahrhundert, der von der Wende vom 9. zum 10. Jahrhundert durch einen Steinbau ersetzt wurde. Um 1200 wurde die Kirche erweitert und der heute noch vorhandene Turm hinzugefügt. 1212 schenkte Graf Lothar von Hochstaden das Patronat der Abtei Knechtsteden. Das Patronat war aber umstritten. 1218 wurde es durch Graf Adolf von Berg und seinem Bruder, Bischof Engelbert I. von Köln, erneut an die Abtei verschenkt. 1227 erkannte dies der Graf von Hochstaden ausdrücklich an. Das Patronat wurde durch die Abtei Knechtsteden um 1320 an das Stift St. Maria ad Gradus in Mainz verkauft, welches es wiederum mit dem Kölner Andreasstift vertauschte.
Die romanische Kirche wurde in den Jahren 1865 bis 1867 durch einen dreischiffigen neogotischen Bau ersetzt, der nach einem Entwurf aus dem Jahr 1863 des Kölner Architekten Heinrich Nagelschmidt ausgeführt wurde. Einzig den aus Tuff aufgeführten fünfstöckigen Turm behielt man bei, von dem jedes Stockwerk auf jeder Seite durch Vertikallisenen in drei Felder zerlegt ist. Das oberste Stockwerk und der achteckige Aufsatz sind neogotisch.

Im Landesarchiv in Duisburg sind folgende Kirchenbücher digital zu finden:
T: 1616-1638,1643-1678 + T: 1616-1638,1670-1677 + S: 1616- 1638,1667-1679 (BA 2240) / T: 1616-1652 + F: 1726-1739 (BA 2241) / T: 1673-1723 + H: 1649,1677-1725 + S: 1674-1725 (BA 2242) / T: 1723-1815 + H: 1725-1815 + S: 1725-1814 (BA 2244)

Im Historischen Archiv des Erzbistums Köln sind folgende Kirchenbücher zu finden:
T 1816-1856 + H 1816-1868 + S 1812-1868 + T 1856-1868 (KBN 680) / T 1868-1898 + H 1868-1913 + S 1868-1914 (KBN 681) / T 1899-1923 + F 1912, 1815, 1820 (KBN 682)

Im Kreisarchiv in Zons sind folgende Personenstandsbücher zu finden:
GHS: ab 1798 mit gleitender Sperrfrist für die Ämter Dormagen (inkl. Hackenbroich), Nievenheim, Rommerskirchen & Nettesheim, Evinghoven sowie der Stadt Zons

Auf GenWiki sind folgende Standesamtsbücher frei verfügbar:
Geburten-, Heirats-, Sterbeurkunden ab 1799

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